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St. Andreas Emsbüren

Ein Auge schaut auf uns herab,
das über unserm Leben wacht.
Es sieht voll Güte unser Tun,
vom frühen Morgen bis zur Nacht.
(aus dem Stundengebet der Kirche)

Der Überlieferung nach geht der Bau der St.Andreas-Pfarrkirche in Emsbüren auf die Missionstätigkeit des hl. Ludger zurück. Sie gehört damit zu den ältesten Kirchen im Emsland. Die Missionare in der damaligen Zeit stellten eine neue Pfarrkirche immer unter den Schutz eines Apostels. Der hl. Andreas ist von daher also nicht zufällig der Schutzpatron der Pfarrkirche in Emsbüren. Der in verschiedenen Bauetappen bis zur heutigen Größe gewachsene Kirchenbau wird von dem wuchtigen 78 Meter hohen Turm überragt, in dem ein harmonisches und weit klingendes Geläut die Gläubigen zum Besuch des Gottesdienstes einlädt.
(Bei entsprechender Voranmeldung kann dem Besucher die Besichtigung des Kirchturms ermöglicht werden.)

Die St.Andreas-Kirche ist durch eine Kaiserurkunde aus dem Jahre 819 als Gaukirche in Saxlinga urkundlich belegt. Eine moderne Bronzetür an der Südseite der Kirche will an den hl. Ludger erinnern, der als Kirchengründer gilt.

Im Innern der Kirche ist der Besucher angetan von der einladenden Größe und Helligkeit des Raumes. Drei schlanke Säulenpaare tragen das hohe Gewölbe. Seit in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Nordschiff zur Breite und Höhe des bereits vorhandenen gotischen Südschiffes ausgebaut wurde, hat die Kirche die Gestalt einer dreischiffigen Hallenkirche. Die Seitenschiffe haben die gleiche Höhe wie das Hauptschiff. Große gotische Fenster erhellen den Kirchenraum bei Tage in großzügiger Weise und bringen besonders bei Sonneneinfall die wunderbare Farbenpracht der kunstvoll gestalteten Fensterbilder zur Geltung. Vor allem der Chorraum, der ebenfalls Mitte des 19. Jahrhunderts angefügt wurde, erstrahlt dann in einer Farbenkombination, die den Besucher fasziniert und verweilen läßt.

Der in dieses Licht eingetauchte, kunstvoll geschnitzte neugotische Altar aus dem Jahre 1908 stammt aus einer Werkstatt in Wiedenbrück. Die geöffneten Bildtafeln zeigen neben einer Kreuzigungsgruppe auf vier Flächen den Leidensweg Christi.
Ein Taufbrunnen im romanischen Stil im Eingangsbereich der Kirche ist aus Bentheimer Sandstein gehauen. Er stellt hier das älteste steinerne Zeugnis aus christlicher Zeit dar.

Die zweimanualige Schleifladenorgel aus der Werkstatt Kreyenbrink in Osnabrück hat 31 Register mit 2133 Pfeifen. 11 Register stammen noch aus der 1841 von Johann Kersting, Münster, gebauten Orgel. Besondere Beachtung verdient ein typisches Kersting-Register, das "Carillon". Der Name sagt bereits, dass es sich hier um ein Glockenspielregister handelt. Den reich verzierten und dem Umfeld angepaßten Orgelprospekt gestaltete Ernst Suberg, Elleringhausen.